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Gesamtüberblick über die Einfamilienhauspreise - 1. Halbjahr 2020 - RE/MAX ImmoSpiegel

30.10.2020
Gesamtüberblick über die Einfamilienhauspreise - 1. Halbjahr 2020 - RE/MAX ImmoSpiegel


Weniger Einfamilienhausverkäufe in allen Bundesländern, in Summe ein Rückgang von -5,4 % im ersten Halbjahr

Angebot für Einfamlienhäuser stark rückläufig

Typischer Preis für ein Einfamilienhaus in Österreich liegt bei 270.655 Euro.

Preisentwicklung +38,5 % im Fünfjahresvergleich



Im Überblick




  • Florierende Märkte in Wien, Burgenland, Kärnten und Salzburg; Mengenrückgänge in Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark, Tirol und Vorarlberg


  • Bundeslandpreise: Wien knapp vor Tirol, Vorarlberg und Salzburg. Am billigsten sind Einfamilienhäuser im Burgenland und in der Steiermark


  • Bezirk Kitzbühel: 39 % teurer als Innsbruck-Stadt und 82 % teurer als Salzburg-Stadt


  • Preisranking für Einfamilienhäuser in den Landeshauptstädten unverändert: Innsbruck vor Salzburg, Wien, Bregenz, Linz, Graz, Klagenfurt, St. Pölten und Eisenstadt


  • Zahlen über Menge, Wert, typischer Preis und Fünfjahresvergleich auf Bezirksbasis sowie Grafiken und Fotos



  • Auch im ersten Halbjahr 2020 ist der Markt für Einfamilienhäuser – wie schon im Vorjahr – rückläufig. Mit 5.017 Einfamilienhäusern hat sich die Anzahl der Verbücherungen zum Vorjahr um -5,4 % vermindert, zum Rekordjahr 2018 sogar um -15,2 %. Das erste Halbjahr 2020 ist mengenmäßig nur das fünftstärkste hinter 2019, 2018, 2016 und 2015.

     



    Bekanntermaßen hat der Einfamilienhausmarkt in den letzten fünf Jahren besonders floriert und die Mengen waren spürbar höher als die Jahre zuvor. Die auch heuer wieder rückläufigen Verkaufszahlen sind in erster Linie auf das aktuell deutlich geringere Angebot zurückzuführen. Die Kombination aus einer noch immer sehr guten Nachfrage, einem historisch niedrigen Zinsniveau und einem knappen Angebot hat zu spürbaren Preissteigerungen geführt. COVID 19 und die daraus resultierenden Auswirkungen werden im kommenden Jahr auch am Einfamilienhausmarkt nicht spurlos vorbeigehen. Im Moment erwarten wir im ersten Halbjahr 2021 im Bereich der Einfamilienhäuser ein steigendes Angebot und weitestgehend stagnierende Preise. Eine Finanzierung zu bekommen, wird – vor allem für Jungfamilien – noch schwieriger werden. Fakt ist bereits jetzt, dass Fremdfinanzierungen aufgrund höherer gesamtwirtschaftlicher Risiken oftmals nicht mehr so einfach und reibungslos möglich sind, und die erforderliche Eigenkapitalquote höher ist als vor Corona.

     



    Gesamtverkaufswert für Einfamilienhäuser über dem Vorjahr



    Die Käufer von Einfamilienhäusern investierten im ersten Halbjahr 2020 in Summe 1,56 Mrd. Euro, um +40 Mio. Euro (+2,7 %) mehr als im ersten Halbjahr 2019. Damit liegt das Verkaufsergebnis 2020 um ein Viertel (+26,2 %) über dem von vor fünf Jahren und um zwei Drittel (+64,9 %) über dem vor zehn Jahren.



    Die Berechnungen des RE/MAX-ImmoSpiegels für Einfamilienhäuser für das erste Halbjahr 2020 basieren auf der Gesamtauswertung aller im amtlichen Grundbuch von Jänner bis Juni neu verbücherten Immobilien-Kaufverträge. IMMOunited, die Experten für Immobiliendaten, haben sie ausgelesen und als Kaufvertragssammlung veröffentlicht.

     



    Preissteigerung für Einfamilienhäuser außergewöhnlich hoch 



    Im ersten Halbjahr 2020 bezahlten die Käufer österreichweit im Durchschnitt 270.655 Euro für ein Einfamilienhaus, um +21.965 Euro oder +8,8% mehr als 2019 oder +38,5 % mehr als noch vor fünf Jahren.



    Während der letzten zehn Jahre lag die Preissteigerung in 12 Monaten (gerechnet vom ersten Halbjahr zum nächsten ersten Halbjahr) für Einfamilienhäuser im Durchschnitt bei exakt 5,0 % pro Jahr. Heuer sind +8,8 % die zweithöchste Steigerungsrate in diesem Zeitraum. Von 2016 auf 2017 sind die Mengen genauso eingebrochen und wir hatten ähnliche Preisveränderungen.





  • Als eines von vier Bundesländern mit Marktwachstum hat Wien die Anzahl der verkauften Einfamilienhäuser im ersten Halbjahr 2020 vergrößern können, nämlich um +3,8 % auf 190 Einheiten. Damit wurde sogar Vorarlberg auf den letzten Rang der Bundesländermengenliste verdrängt. Der Gesamtverkaufswert belief sich heuer auf 133 Mio. Euro, das ist mehr als in Kärnten und weniger als im Bundesland Salzburg. Auch der Transaktionswert hat sich um +3,8 % gesteigert – das ist das zweithöchste Niveau seit der Einführung des RE/MAX ImmoSpiegels 2009.



    Einfamilienhäuser – an den Rändern der Stadt



    Die Donaustadt führt wieder die Liste der Verbücherungen an: 58 sind um +6 mehr als 2019. Auf Platz zwei Floridsdorf mit 32 (+4) und ebenfalls noch am Podest Liesing mit 23 Einheiten (-2). Penzing, Hietzing, Hernals melden 15, 14 bzw. 13 Verkäufe, Döbling noch 10, die restliche 25 verteilen sich auf 6 weitere Bezirke.



    Einfamilienhaus in der Stadt



    Die Preise für Einfamilienhäuser in der Großstadt können vielerlei abbilden: Kleinere Häuser in einer Häuserzeile in geschlossener Bauweise, die aber überhaupt nicht dem Klischee von „Häuschen mitten im Garten“ entsprechen, Grundstücke mit Abrisskandidaten, auf denen Mehrfamilienhäuser errichtet werden, oder aber auch Kleingartenhäuser und Sommerhäuser sowie in Grün- und Randlagen die Einfamilienhäuser mit klassischem Garten. Statistisch sauber lassen sich die Preise zu Halbjahr in Donaustadt mit 546.905 Euro (+25,1 %) und in Floridsdorf mit 612.039 Euro (+6,4 %) beziffern. Liesing ist mit etwas über 650.000 Euro aufgrund der geringen Anzahl für Mehrjahresvergleiche schlecht abgesichert. Für alle anderen Bezirke wird wieder Geduld bis zu Ganzjahresauswertung nötig sein. Östlich der Donau stützen die Mitarbeiter der internationalen Organisationen in der UNO-City das Preisniveau in der Donaustadt. Derzeit läuft das Geschäft noch unbeeindruckt, aber in den kommenden Monaten kann es coronabedingt durchaus wieder zu einer Reduktion der Transaktionszahlen kommen.“





  • Einfamilienhäuser: Aktuelles Angebot im Internet deutlich rückläufig



    Derzeit werden laut RE/MAX Web-Radar in Österreich im Internet rund 7.050 Einfamilienhäuser zum Kauf angeboten. Die Datenbasis dafür liefert die Imabis GmbH – ein Unternehmen der Roland Schmid Group. Das aktuelle Angebot an Einfamilienhäusern ist im Jahresvergleich (Oktober 2019/2020) nochmals massiv zurückgegangen, nämlich um rund -23,5 % (nach -15 % von Oktober 2018/2019). Das geringere Angebot im letzten Jahr ist – neben der weiterhin guten Nachfrage - hauptverantwortlich für die spürbaren Preissteigerungen im ersten Halbjahr 2020. Wir gehen aktuell aber davon aus, dass es sowohl beim Angebot als auch bei den Einfamilienhauspreisen in den nächsten 12 Monaten zu einer Entspannung kommen wird.



    Sichere Zahlen aus dem Grundbuch



    Die Grundlagen für die verlässlichsten verfügbaren Immobilien-Marktdaten in Österreich liefert das Grundbuch mit seinen öffentlich zugänglichen Kaufverträgen, die von der IMMOunited GmbH, den Experten für Immobiliendaten, in der Kaufvertrags-Sammlung vollständig erfasst und von RE/MAX Austria ausgewertet und analysiert werden. Nur diese Kombination erfüllt die drei wesentlichen Kriterien für sichere, valide Daten:



    „Perfekte Transaktionsdatensätze generiert IMMOunited nicht nur mit der Erfassung der Immobilienkaufverträge aus dem Grundbuch, sondern auch durch Ergänzungen wie historisch erfassten Nutzwertgutachten, Zusatzinfos aus vorangegangenen Immobilieninseraten, Flächen- und Gebäudeinformationen aus dem österreichischen Grundstücksverzeichnis und Flächenwidmungen aus Flächenwidmungsplänen. Das zusammen ergibt letztendlich wertvolle Informationen für unsere Makler-Partnerunternehmen“, sagt Mag. Roland Schmid, Eigentümer und Geschäftsführer der IMMOunited GmbH.




    • Lückenlose Erfassung aller Verkäufe und nicht nur eines verzerrten Teils


    • Tatsächliche Verkäufe statt angebotener Immobilien


    • Tatsächliche Verkaufspreise statt Angebotspreise





 



PAUL OCHSENHOFER



Geschäftsführer



06644159674


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